Gehen auf unruhigem Untergrund

Der Weg verengt sich.
Fels rückt näher, der Raum wird schmaler.
Der Untergrund ist unruhig, stufig, kantig.

Man geht hier nicht einfach hindurch.
Man geht Schritt für Schritt.

Der Blick bleibt unten.
Nicht aus Unsicherheit,
sondern weil der nächste Tritt entscheidet.

Stein folgt auf Stein.
Dazwischen feiner Sand,
lose Stellen, kleine Kanten.

Der Weg verlangt Aufmerksamkeit,
aber keine Eile.

Ich setze den Fuß heute bewusster als früher.
Nicht langsamer aus Angst,
sondern genauer aus Erfahrung.

Der Körper sucht Halt.
Nicht mit Kraft,
sondern mit Balance.

Manchmal hilft es, kurz stehen zu bleiben.
Den nächsten Schritt zu prüfen.
Nicht weiter zu denken,
als bis zur nächsten Stufe.

Unruhiger Untergrund schult das Gehen.
Er zwingt zur Konzentration
und nimmt alles Überflüssige weg.

Am Ende ist man nicht erschöpfter.
Aber wacher.

Und oft sicherer,
als man es auf ebenem Weg wäre.

Wenn Sie ein Foto benötigen freue ich mich auf Ihre Anfrage!