Es gibt Wege, die nichts erzählen.
Keine Aussicht.
Kein Ziel, das sich ankündigt.
Und gerade dort beginnt etwas anderes.
Der Schritt wird leiser.
Nicht langsamer,
aber weniger fordernd.
Man hört den eigenen Atem.
Den Rhythmus der Bewegung.
Das leise Knirschen unter den Sohlen.
Der Weg tritt zurück.
Und lässt Raum.
In solchen Momenten entsteht keine Erkenntnis.
Kein Gedanke, den man festhalten müsste.
Es entsteht Präsenz.
Man ist da,
ohne etwas zu erwarten.
Die Landschaft wird nicht betrachtet.
Sie wird nicht bewertet.
Sie begleitet.
Man geht weiter,
aber innerlich bleibt man einen Moment stehen.
Vielleicht ist das der eigentliche Wert des Wanderns.
Nicht das Ankommen.
Nicht das Bild.
Sondern der Zustand dazwischen.
Wenn der Weg still wird
und man selbst es auch wird.
