Alle Beiträge in Wandern 60+

03Feb.

Wandern nach Herzinfarkt – meine Erfahrung

Ein Einschnitt, der bleibt

Ein Herzinfarkt verändert mehr als nur medizinische Werte.
Er verändert das Verhältnis zum eigenen Körper.
Und er verändert das Vertrauen in das, was vorher selbstverständlich war.

Auch das Gehen.

Ich bin nach meinem Herzinfarkt nicht von heute auf morgen wieder losgezogen.
Nicht, weil ich Angst hatte.
Sondern weil ich verstanden habe, dass sich etwas grundlegend verschoben hat.

Nicht alles, was möglich ist, ist automatisch sinnvoll.

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02Feb.

Langsamer werden ist kein Rückschritt

Ein Gedanke, der Zeit braucht

Langsamer zu werden gilt oft als Verlust.
Als Zeichen dafür, dass etwas nicht mehr geht.
Dass Kräfte nachlassen.
Dass man sich zurücknehmen muss.

Ich habe diesen Gedanken lange mit mir getragen.
Und irgendwann gemerkt,
dass er mir nicht mehr passt.

Denn langsamer zu werden
ist nicht automatisch ein Rückschritt.
Manchmal ist es eine Entscheidung.

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02Feb.

Gehen ist mein Herzsport

Ein Wort, das sich verändert hat

Früher war Sport für mich etwas, das man bewusst betrieb.
Training. Belastung. Ein klarer Anfang, ein klares Ende.
Gehen gehörte dazu, aber eher am Rand.
Als Mittel zum Zweck. Als Weg zum Ziel.

Heute hat sich dieses Wort verschoben.

Gehen ist kein Ausgleich mehr.
Kein Ersatz.
Kein Pflichtprogramm.

Gehen ist mein Herzsport geworden.

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02Feb.

Warum ich heute anders wandere als früher

Früher ging es ums Vorankommen

Es gab eine Zeit, da war Wandern für mich vor allem Bewegung.
Vorankommen. Strecke machen. Oben ankommen.
Ich habe Wege danach beurteilt, wie anspruchsvoll sie waren –
und manchmal auch danach, wie schnell ich sie hinter mir lassen konnte.

Der Blick war nach vorn gerichtet.
Auf die nächste Kehre. Den nächsten Abschnitt. Den Gipfel.
Pausen gehörten dazu, waren aber selten willkommen.
Sie standen zwischen mir und dem Weitergehen.

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