Es gibt Wege, die nichts erzählen.
Keine Aussicht.
Kein Ziel, das sich ankündigt.
Und gerade dort beginnt etwas anderes.
Der Schritt wird leiser.
Nicht langsamer,
aber weniger fordernd.
Wandern in der Sächsischen Schweiz
THEO KLEMS – UNTERWEGS ZWISCHEN FELS, LICHT UND ERFAHRUNG
Nicht jede Erfahrung lässt sich in Kilometern messen.
In dieser Kategorie geht es um Wahrnehmung, innere Prozesse
und das, was sich beim Gehen leise verändert.
Gedanken über Ruhe, Aufmerksamkeit und das Unterwegssein
jenseits von Strecke und Ziel.
Es gibt Wege, die nichts erzählen.
Keine Aussicht.
Kein Ziel, das sich ankündigt.
Und gerade dort beginnt etwas anderes.
Der Schritt wird leiser.
Nicht langsamer,
aber weniger fordernd.
Beim Wandern gibt es Wege, die sich leicht gehen lassen. Sie folgen klaren Linien, sind gut erkennbar und verlangen kaum bewusste Entscheidung. Und dann gibt es Wege, die Aufmerksamkeit verlangen – Wege, auf denen jeder Schritt bewusster gesetzt werden muss, auf denen Landschaft nicht nur Kulisse ist, sondern Teil des Erlebens wird.
Es gab eine Zeit, da habe ich versucht, meine Bilder zu erklären.
Orte zu benennen. Zusammenhänge herzustellen. Informationen mitzuliefern.
Nicht aus Unsicherheit –
sondern aus dem Wunsch, verstanden zu werden.
Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass genau das den Bildern etwas nimmt.