Es gibt Orte, die man besucht.
Und es gibt Orte, denen man begegnet.
Meteora gehört zur zweiten Art.
Schon aus der Ferne wirken die Felsen unwirklich.
Als hätten sie sich vom Boden gelöst,
um Abstand zu gewinnen.
Wandern in der Sächsischen Schweiz
THEO KLEMS – UNTERWEGS ZWISCHEN FELS, LICHT UND ERFAHRUNG
Wanderungen in Europa – Wege zwischen Küste, Bergen und stillen Landschaften, getragen von Erfahrung, Haltung und Aufmerksamkeit.
Es gibt Orte, die man besucht.
Und es gibt Orte, denen man begegnet.
Meteora gehört zur zweiten Art.
Schon aus der Ferne wirken die Felsen unwirklich.
Als hätten sie sich vom Boden gelöst,
um Abstand zu gewinnen.
Island ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsort – ein Land zwischen Feuer und Eis, wo Landschaften noch lebendig erscheinen, Horizonte weit sind und Stille anders klingt. Vulkanische Hänge, Geysire, schwarze Strände, Wasserfälle und Gletscher schaffen eine Stimmung, die sich schwer beschreiben lässt und eher erlebt werden will.
Meteora, gelegen in Zentralgriechenland, ist ein Ort, der Besucher in seinen Bann zieht. Die beeindruckende Landschaft mit ihren steil aufragenden Sandsteinfelsen, auf denen sich mittelalterliche Klöster befinden, ist weltweit einzigartig. Bei Nebel oder tief hängenden Wolken scheinen die Klöster tatsächlich in den Wolken zu schweben, was ihnen den Beinamen „schwebende Klöster“ eingebracht hat.
Die ersten Mönche siedelten sich bereits im 14. Jahrhundert auf den unzugänglichen Felsen an, um ein abgeschiedenes Leben zu führen und sich der spirituellen Entwicklung zu widmen. Die Klöster wurden über Jahrhunderte hinweg erweitert und ausgebaut und erreichten ihre Blütezeit im 16. Jahrhundert. Bis ins 20. Jahrhundert hinein waren die Klöster nur über Leitern und Netze erreichbar, was die Einsamkeit und den Schutz der Mönche noch verstärkte.