Ein Weg, der nichts verzeiht
Der Fels rückt näher.
Der Raum wird eng.
Der Weg reduziert sich auf Stufen im Stein.
Hier gibt es kein Ausweichen.
Kein Nebeneinander.
Nur vor oder zurück.
Der Fels rückt näher.
Der Raum wird eng.
Der Weg reduziert sich auf Stufen im Stein.
Hier gibt es kein Ausweichen.
Kein Nebeneinander.
Nur vor oder zurück.
Es gibt Wege, die lassen sich einfach gehen.
Und es gibt Wege, die verlangen etwas.
Nicht Kraft.
Nicht Tempo.
Aufmerksamkeit.
Der Untergrund ist unruhig.
Wurzeln wechseln sich mit Steinen ab.
Der Weg ist schmal, manchmal ausgesetzt.
Es ist kein besonderer Weg.
Kein Ziel, das man erreichen müsste.
Keine Strecke, die man messen kann.
Er führt über Wasser.
Und wieder davon weg.
Wandern beginnt für mich nicht mit einer Route.
Und auch nicht mit einer geplanten Strecke.
Es beginnt mit dem ersten Schritt.
Ein Weg will nichts von mir.
Er muss nicht „geschafft“ werden.
Er verlangt keine Leistung.
Er ist einfach da.
Je länger ich unterwegs bin, desto deutlicher wird mir dieser Unterschied:
Zwischen gehen und unterwegs sein.