Wanderstöcke im Sandstein – sinnvoll oder überflüssig?

Wanderstiefel und Wanderstöcke auf glattem Untergrund in der Sächsischen Schweiz

Wanderstöcke gehören im Hochgebirge längst zur Grundausstattung. Im Mittelgebirge hingegen werden sie oft belächelt oder pauschal empfohlen. Gerade in der Sächsische Schweiz stellt sich die Frage differenzierter. Helfen Stöcke auf Sandstein wirklich – oder stehen sie auf schmalen Stiegen eher im Weg? Meine Antwort lautet: Es kommt darauf an. Wann Wanderstöcke helfen Auf längeren Abstiegen entlasten sie … Weiterlesen

Stiegen in der Sächsischen Schweiz – Steile Wege und klare Entscheidungen

Ein persönlicher Essay über Wahrnehmung, Anspruch und Stiegen im Elbsandstein.

Es gibt Wege, die führen einfach weiter. Und es gibt Wege, die prüfen.

Die Stiegen der Sächsischen Schweiz gehören zur zweiten Art. Sie sind keine spektakulären Gipfelziele, keine inszenierten Attraktionen. Sie sind Übergänge im Fels – schmal, direkt, manchmal unbequem. Wer sie geht, merkt schnell: Hier zählt nicht die Strecke, sondern die Haltung.

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Quirl und Pfaffenstein – Zwischen Enge, Aussicht und Aufmerksamkeit

hoch auf den Pfaffenstein

Der Quirl liegt etwas abseits der großen Namen der Sächsischen Schweiz. Kein monumentaler Felsen wie der Lilienstein, kein touristischer Magnet wie die Bastei. Und vielleicht ist es gerade das, was ihn interessant macht. Der Weg beginnt ruhig. Wald, Sandstein, erste Stufen. Dann rücken die Felswände enger zusammen.  Aufstieg am Quirl zwischen engen Sandsteinwänden Die Stufen … Weiterlesen

Hohe Liebe im Winter – Umkehren vor dem Gipfel

hohe liebe sächsische schweiz

Die Wanderung zur Hohe Liebe begann nicht dramatisch.Es war grau, sehr bewölkt, der Wald wirkte gedämpft. Kein Licht, das Konturen schärft. Keine Fernsicht, die lockt. Der Weg lag still zwischen nassen Blättern und ersten Eisflächen. Schon im unteren Abschnitt zeigte sich, dass diese Tour anders werden würde. Feuchte Wurzeln waren überfroren, einzelne Stufen mit einer dünnen, kaum … Weiterlesen

Zschirnsteine – Grenzberge unter schwerem Himmel

Es gibt Berge, die sich sofort zeigen.
Und es gibt Berge, die sich erst erschließen.

Die Zschirnsteine gehören zur zweiten Art.

Der Weg beginnt im Wald. Kein dramatischer Auftakt, kein freier Blick ins Tal. Der Himmel liegt tief über den Baumkronen, das Licht ist gedämpft. Der Anstieg wirkt zurückhaltend, fast unscheinbar. Erst allmählich wird klar, dass sich hier etwas verändert: Die Landschaft wird stiller, weiter, weniger gegliedert.

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Carolafelsen – Weite nach der Enge der Wilden Hölle

Aussicht vom Carolafelsen in den Schrammsteinen über das Elbtal

Der Weg zum Carolafelsen beginnt nicht mit Aussicht. Er beginnt mit Konzentration.

Wer aus Richtung der Wilden Hölle kommt, trägt die Enge noch im Körper. Schmale Durchgänge, unregelmäßige Stufen, dichter Sandstein. Das Gehen ist dort kein beiläufiges Vorankommen, sondern eine Abfolge bewusster Schritte. Der Blick bleibt nah am Boden, an der nächsten Felskante, am nächsten Griff.

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Wandern in der Sächsischen Schweiz – Wege, die Aufmerksamkeit verlangen

Aussicht vom Carolafelsen in den Schrammsteinen über das Elbtal

Wandern in der Sächsischen Schweiz bedeutet mehr, als Kilometer zurückzulegen oder Aussichtspunkte abzuhaken. Diese Landschaft aus Sandstein, Schluchten, Stiegen und Tafelbergen fordert eine andere Haltung. Sie verlangsamt. Sie zwingt zur Aufmerksamkeit. Und sie belohnt jene, die bereit sind, genau hinzusehen.

Zwischen Fels und Licht entsteht hier eine Form des Unterwegsseins, die nicht spektakulär wirken muss, um tief zu gehen. Wer sich auf diese Region einlässt, merkt schnell: Die Wege sind nicht nur körperliche Routen – sie sind Erfahrungsräume.

Dieses Manifest ist kein Tourenführer. Es ist eine Einladung.

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Reisen & Erfahrungen – Unterwegs mit offenen Sinnen

Unterwegs an fremden Orten – was gleich bleibt

Reisen hat für mich wenig mit Ortswechsel zu tun.
Und noch weniger mit dem Abhaken von Zielen.

Was mich interessiert, beginnt erst, wenn der Ort fremd ist
und der eigene Rhythmus sich daran messen muss.

Fremde Landschaften, vertraute Bewegung

Ob Berge, Küsten, Wälder oder Städte –
der erste Schritt ist überall gleich.

Man geht los.
Man orientiert sich.
Man wird langsamer.

Nicht, weil man den Ort nicht kennt,
sondern weil man ihn kennenlernen will.

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Schloss Zabeltitz – Ein märchenhafter Schlosspark im Nebel

Entdecken Sie die magische Atmosphäre des Schlossparks Zabeltitz,
wenn er in einen dichten Nebel gehüllt ist.

Es gibt Orte, die vertraut wirken, solange Licht und klare Sicht die Landschaft bestimmen. Der Schlosspark Zabeltitz gehört für mich zu diesen Orten. Weite Alleen, spiegelnde Wasserflächen und die ruhige Struktur des barocken Gartens geben dem Park eine klare Ordnung. Doch an Tagen, an denen Nebel über die Anlage zieht, verändert sich diese Ordnung vollständig.

Der Nebel erscheint meist leise. Zunächst liegt er nur als leichter Schleier über den Wiesen und Wasserflächen. Mit der Zeit verdichtet er sich und nimmt der Landschaft ihre Weite. Wege verlieren ihre klaren Linien, Bäume erscheinen nur noch als Silhouetten und selbst bekannte Blickachsen wirken plötzlich geheimnisvoll und zurückhaltend.

Beim Wandern durch den Park verändert sich dadurch auch das eigene Tempo. Man geht langsamer, achtet stärker auf Details und nimmt Geräusche intensiver wahr. Das Rascheln von Blättern oder das leise Tropfen von Feuchtigkeit wirkt in der gedämpften Atmosphäre des Nebels besonders präsent.

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Island – Traumziel für Natur & Wandern erleben

Island ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsort – ein Land zwischen Feuer und Eis, wo Landschaften noch lebendig erscheinen, Horizonte weit sind und Stille anders klingt. Vulkanische Hänge, Geysire, schwarze Strände, Wasserfälle und Gletscher schaffen eine Stimmung, die sich schwer beschreiben lässt und eher erlebt werden will.

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Meteora – Die schwebenden Klöster Griechenlands

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Einzigartige Naturkulisse trifft auf mystische Geschichte

Meteora, gelegen in Zentralgriechenland, ist ein Ort, der Besucher in seinen Bann zieht. Die beeindruckende Landschaft mit ihren steil aufragenden Sandsteinfelsen, auf denen sich mittelalterliche Klöster befinden, ist weltweit einzigartig. Bei Nebel oder tief hängenden Wolken scheinen die Klöster tatsächlich in den Wolken zu schweben, was ihnen den Beinamen „schwebende Klöster“ eingebracht hat.

Die Geschichte der Meteora-Klöster

Die ersten Mönche siedelten sich bereits im 14. Jahrhundert auf den unzugänglichen Felsen an, um ein abgeschiedenes Leben zu führen und sich der spirituellen Entwicklung zu widmen. Die Klöster wurden über Jahrhunderte hinweg erweitert und ausgebaut und erreichten ihre Blütezeit im 16. Jahrhundert. Bis ins 20. Jahrhundert hinein waren die Klöster nur über Leitern und Netze erreichbar, was die Einsamkeit und den Schutz der Mönche noch verstärkte.

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